Geschichte

Simon Spannbrucker

Simon Spannbrucker

Am 8. Dezember 1901 von Stiftsdekan Simon Spannbrucker gegründet, zählt der Burschen- und Arbeiterverein in unserem Pfarrverband zu den ältesten katholischen Gruppierungen.

Die Idee Adolf Kolpings, der 1849 eine Vereinigung für die Handwerksgesellen geschaffen hatte, beflügelte 50 Jahre später Simon Spannbrucker, eine ähnliche Gemeinschaft für die ländliche Jugend zu schaffen. Als Spannbrucker 1901 die Pfarrei Laufen übernahm, gründete er mit einer Schar junger Männer den Burschenverein „Petrinia“, der schon bald 52 eingetragene Mitglieder aufweisen konnte. In den folgenden Jahren kam es unter der Begleitung Spannbruckers in Bayern und Österreich zur Gründung vieler neuer Vereine. Auf seine Anregung hin, kam es am 25. Oktober 1903 zur Gründung eines Dachverbandes des „Katholischen Burschenvereins für das Königreich Bayern“, in dem er durch Wahl zum Vorsitzenden ernannt wurde. Die Zentrale, die ab 1911 in Regensburg beheimatet war, gab auf seine Initiative hin das „Burschenblatt“ heraus. Simon Spannbrucker starb am 31. März 1914 in Laufen, begleitet von zahlreichen Vereinen, die er gegründet hatte.

Nach einer kurzen Pause, während des ersten Weltkrieges, wurde die Vereinstätigkeit 1919 wieder aufgenommen. Durch Theaterspiel und andere gesellige Veranstaltungen kam es trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse wieder zu einem Aufleben des Burschenvereins. Ein erneutes Ende fand der Verein 1933 nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Der Burschenverein bestand noch als kirchlicher Verein weiter, bespitzelt und vielfach behindert. Bei Kriegsbeginn 1939 als ein Großteil der Burschen eingezogen wurde, löste sich die Gemeinschaft völlig auf.
Nach der Rückkehr der Burschen aus Krieg und Gefangenschaft kam es zu einer Neubelebung des Vereins. Durch Theateraufführungen und andere gesellige Veranstaltungen entfaltete der Verein bald wieder ein reges Leben.

Im Jahr 1992 wurde entsprechend den Anforderungen der Zeit der Name des Burschenvereins in „Katholischer Burschen- und Arbeiterverein“ verändert. Am 3. August 2001 konnte der Laufener Burschen- und Arbeiterverein, verbunden mit dem 37. Gaufest, unter der Beteiligung vieler anderer Vereine aus Nah und Fern sein 100jähriges Bestehen feiern.

Zum 100. Todestag von Simon Spannbrucker wurde 2014 mit mit den Verreinen des Gauverbandes eine Gedenkfeier abgehalten.

2016 feierte man nun im Rahmern einer Festwoche das 115-jährige Gründungsjubiläum des Vereins.